Welcher Hauttyp bin ich? Ein Leitfaden von Kosmetikerin Carina Horst
Den eigenen Hauttyp zu kennen ist der erste Schritt zu wirklich effektiver Hautpflege. Carina Horst aus Hamburg-Schnelsen erklärt alle fünf Hauttypen, wie Sie sie zuverlässig bestimmen und warum die richtige Pflege einen riesigen Unterschied macht.
Eine der häufigsten Fragen, die mir Kundinnen in meinem Kosmetikstudio in Hamburg-Schnelsen stellen, lautet: 'Welcher Hauttyp bin ich eigentlich?' Die Antwort auf diese Frage ist der Schlüssel zu einer Pflegeroutine, die wirklich funktioniert. Wer seinen Hauttyp nicht kennt, greift häufig zu Produkten, die nicht zu seiner Haut passen – mit unschönen Folgen wie Unreinheiten, Trockenheit oder Spannungsgefühlen. In über 15 Jahren als Kosmetikerin bei Beauty and More by Carina Horst habe ich hunderte Hautanalysen durchgeführt und eines immer wieder festgestellt: Die meisten Menschen pflegen ihre Haut falsch – nicht aus Desinteresse, sondern weil sie ihren Hauttyp schlicht nicht kennen.
Die fünf Haupthauttypen im Überblick
Normale Haut
Ausgeglichen, kaum Unreinheiten, kleine Poren, gut durchblutet, weder fettig noch trocken. Der ideale Hauttyp – aber auch er braucht Pflege.
Trockene Haut
Neigt zu Spannungsgefühlen, Schuppenbildung und wenig natürlichem Glanz. Die Talgdrüsen produzieren zu wenig Sebum, die Barrierefunktion ist geschwächt.
Fettige Haut
Glänzt besonders in der T-Zone, hat vergrößerte Poren, neigt zu Mitessern und Unreinheiten. Talgdrüsen arbeiten auf Hochtouren.
Mischhaut
T-Zone (Stirn, Nase, Kinn) ist fettig, Wangen eher trocken oder normal. Der häufigste Hauttyp überhaupt – erfordert eine zweischichtige Pflege.
Sensible Haut
Reagiert leicht mit Rötungen, Brennen oder Juckreiz auf Pflegeprodukte, Umweltreize oder Temperaturwechsel. Kann mit jedem anderen Hauttyp kombiniert auftreten.
So bestimmen Sie Ihren Hauttyp zu Hause – der Leinentuch-Test
Ein einfacher Test: Reinigen Sie Ihr Gesicht abends gründlich mit einer milden Reinigung – ohne Feuchtigkeitspflege danach. Warten Sie etwa eine Stunde. Dann drücken Sie ein sauberes Leinentuch sanft gegen Stirn, Nase, Wangen und Kinn. Beobachten Sie anschließend Ihre Haut und das Tuch: Fettige Rückstände auf dem Tuch in der T-Zone und auf den Wangen deuten auf fettige Haut hin. Nur Fettabdrücke in der T-Zone zeigen Mischhaut. Kein Fettfilm, aber Spannungsgefühle und Rauheit weisen auf trockene Haut hin. Ausgeglichenes Hautgefühl ohne Rückstände deutet auf normale Haut hin.
Trockene Haut versus dehydrierte Haut – ein wichtiger Unterschied
Viele Kundinnen verwechseln diese beiden Zustände – und das führt zu falscher Pflege. Trockene Haut ist ein Hauttyp: Die Talgdrüsen produzieren dauerhaft zu wenig Sebum, die Haut hat genetisch weniger Lipide. Dehydrierte Haut hingegen ist ein temporärer Zustand: Sie fehlt Wasser, nicht Fett. Dehydrierte Haut kann sogar fettig sein – ein klassisches Paradoxon, das mich in Beratungen immer wieder begleitet. Zeichen der Dehydrierung: Die Haut sieht trotz Creme matt aus, kleine Fältchen bei Mimik, ein stumpfer Teint. Die Lösung: Nicht mehr Creme, sondern Hyaluronsäure-Seren und mehr Wasser.
| Merkmal | Trockene Haut (Typ) | Dehydrierte Haut (Zustand) |
|---|---|---|
| Ursache | Zu wenig Sebum (genetisch) | Zu wenig Feuchtigkeit (temporär) |
| Dauerhaft? | Ja, meist lebenslang | Nein, reversibel |
| Textur | Rau, schuppig | Stumpf, spannt bei Mimik |
| Richtige Pflege | Lipid-reiche Cremes | Hyaluronsäure, mehr Wasser trinken |
| Betrifft auch | Nur trockene Hauttypen | Alle Hauttypen inkl. fettige Haut |
Wie Sie fettige Haut richtig pflegen – und warum Austrocknen das Schlimmste ist
Fettige Haut ist oft ein Selbstschutzproblem: Je mehr man sie mit aggressiven Peelings oder alkoholhaltigen Tonern austrocknete, desto mehr Talg produzierte sie als Schutzreaktion. Das ist physiologisch bedingt. Der richtige Ansatz: leichte, nicht-komedogene Feuchtigkeitspflege, schäumende aber sanfte Reinigung, Salicylsäure für die Poren – und kein Überreinigen. Zweimal täglich reinigen reicht völlig aus.
Sensible Haut: Was sie von anderen Typen unterscheidet
Sensible Haut ist kein eigenständiger Hauttyp im medizinischen Sinne, sondern eine Reaktionstendenz. Sie kann mit jedem Hauttyp kombiniert sein: trockene und sensible Haut, fettige und sensible Haut, sogar normale Haut kann sensibel reagieren. Auslöser für Sensibilität können Duftstoffe, Alkohol in Produkten, UV-Strahlung, Kälte, Hitze oder bestimmte Lebensmittel sein. In meinem Studio arbeite ich bei sensiblen Kundinnen ausschließlich mit der Dermalogica UltraCalming-Linie – speziell für reaktive Haut entwickelt und frei von bekannten Irritantien.
Warum sich der Hauttyp verändert
Viele meiner Kundinnen in Hamburg sind überrascht, wenn ich ihnen erkläre, dass sich der Hauttyp im Laufe des Lebens verändern kann. Hormonelle Schwankungen, Stress, Jahreszeiten und das natürliche Altern beeinflussen das Hautbild erheblich. Eine fettige Teenagerhaut kann sich mit den Jahren zu Mischhaut oder sogar trockener Haut entwickeln. In der Schwangerschaft oder rund um die Menopause erleben viele Frauen dramatische Veränderungen ihres Hautbilds. Deshalb empfehle ich regelmäßige professionelle Hautanalysen – mindestens einmal jährlich, besser zweimal.
Jahreszeiten und Hauttyp: Warum die Pflege sich saisonal anpassen muss
- Frühling: Leichtere Feuchtigkeitspflege einführen, Sonnenschutz ab LSF 30 täglich
- Sommer: Gel-Texturen bevorzugen, Sonnenschutz unverzichtbar, mehr Reinigung nötig
- Herbst: Übergang zu reichhaltigeren Pflegeprodukten, erste Aufbauphase
- Winter: Lipid-reiche Cremes für alle Typen, besonders Wangen und Lippen schützen, Luftbefeuchter im Schlafzimmer
Die häufigsten Pflegefehler nach Hauttyp
- 1Fettige Haut mit zu reichhaltiger Creme versorgen – verstopft Poren weiter
- 2Trockene Haut nur mit Feuchtigkeit statt Lipiden versorgen – Fett UND Wasser fehlen
- 3Sensible Haut mit zu vielen Wirkstoffen gleichzeitig belasten
- 4Mischhaut mit einem einzigen Produkt für das ganze Gesicht pflegen
- 5Dehydrierung mit Trockenheit verwechseln und zu fette Produkte auftragen
- 6Sonnenschutz nur im Sommer verwenden – gilt für alle Hauttypen das ganze Jahr
Professionelle Hautanalyse in Hamburg-Schnelsen
In meinem Kosmetikstudio Beauty and More by Carina Horst in Hamburg-Schnelsen biete ich eine detaillierte Hautanalyse an. Mithilfe professioneller Diagnose-Tools analysiere ich Ihre Haut auf Feuchtigkeit, Sebumgehalt, Elastizität und empfindliche Zonen. Auf Basis dieser Auswertung empfehle ich Ihnen gezielt die passenden Pflegeprodukte und Behandlungen – abgestimmt auf Ihre individuelle Haut. Mit über 15 Jahren Erfahrung und der Zertifizierung als Dermalogica-Expertin stehe ich Ihnen als verlässliche Ansprechpartnerin zur Seite.
Praxis-Tipp von Carina: Kommen Sie zur Hautanalyse idealerweise ohne Make-up und ohne frisch aufgetragene Pflegeprodukte. Die natürliche Haut zeigt am besten, was sie wirklich braucht. Ein Hautbild-Gespräch bei mir dauert etwa 20 Minuten und ist bei jeder Erstbehandlung inklusive. Terminanfragen gerne per WhatsApp: https://api.whatsapp.com/send/?phone=4915227691752 oder direkt in der Burgwedelkamp 4b, 22457 Hamburg-Schnelsen.
Kann ich meinen Hauttyp selbst zuverlässig bestimmen?
Der Leinentuch-Test und Beobachtungen über mehrere Wochen geben gute Anhaltspunkte. Für eine wirklich präzise Analyse mit Feuchtigkeitsmessung und Sebumgehalt empfehle ich jedoch eine professionelle Diagnose – das spart langfristig viel Geld für falsche Produkte.
Ändert sich mein Hauttyp mit dem Alter?
Ja, definitiv. Viele Frauen, die in der Jugend fettige Haut hatten, entwickeln mit 40+ Mischhaut oder sogar trockene Haut. Hormonelle Veränderungen, besonders rund um die Menopause, können das Hautbild erheblich verändern.
Ich habe fettige Haut – brauche ich trotzdem eine Feuchtigkeitscreme?
Absolut. Fettige Haut kann gleichzeitig dehydriert sein. Eine leichte, nicht-komedogene Feuchtigkeitscreme ist auch für fettige Haut wichtig. Ohne Feuchtigkeitspflege reagieren die Talgdrüsen mit noch mehr Sebumproduktion als Schutzreaktion.
Was ist der Unterschied zwischen Hauttyp und Hautzustand?
Der Hauttyp ist genetisch bestimmt und relativ stabil. Der Hautzustand ist temporär und von äußeren Faktoren abhängig – Stress, Schlafmangel, Ernährung, Jahreszeiten. Man kann z.B. dauerhaft normalen Hauttyp haben, aber im Winter einen Zustand von Dehydrierung.
Wie oft sollte ich eine professionelle Hautanalyse machen lassen?
Ich empfehle mindestens einmal jährlich, idealerweise zweimal – einmal im Frühling und einmal im Herbst, wenn die Jahreszeit wechselt. Bei hormonellen Veränderungen (Schwangerschaft, Menopause) auch häufiger.
Welche Produkte sind für Mischhaut am besten?
Für Mischhaut empfehle ich eine zonale Pflege: leichte Geltextur für die T-Zone, etwas reichhaltigere Creme für die Wangen. Alternativ gibt es spezielle Mischhaut-Produkte. Dermalogica bietet hier hervorragende Lösungen, die ich in meinem Studio in Hamburg-Schnelsen gerne vorstelle.
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Ihr Kosmetikstudio in Hamburg-Schnelsen – Burgwedelkamp 4b, 22457 Hamburg

